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Mach Dich zu Deinem Projekt

Du kannst Deine Zeit nicht besser investieren als in Dich selbst, denn Du bist das Projekt Deines Lebens!

Vanessa und ich haben diesen einen Bekannten, dessen Geschichte ich Dir heute vorstellen möchte – nennen wir ihn Sven, denn wir haben den Namen sowie ein paar Schlüsseldetails zu seinem Schutz natürlich verändert.

Sven hat nach dem ziemlich durchschnittlichen Abi (weder richtig gut noch richtig schlecht) eine Ausbildung zum Informatikkaufmann angefangen. Schließlich hatte er schon während der Schulzeit immer gern am PC gesessen.

Anders als am Gymnasium, wo er immer eher im Mittelmaß mitschwamm, war er an der Berufsschule plötzlich überraschend unterfordert. Obwohl er sich nicht mehr anstrengte als während des Abi (ganz im Gegenteil – er lehnte sich eher noch weiter zurück), flogen ihm die guten Noten plötzlich nur so zu. Zwar eine willkommene Abwechslung, aber er langweilte sich eher als dass er sich herausgefordert fühlte.

Hinzu kam, dass der praktische Teil der Ausbildung in dem Unternehmen, in dem er angestellt war, viel weniger spannend war als er sich das vorgestellt hatte: Software und Hardware bestellen, PC-Arbeitsplätze und Telefone für neue Mitarbeiter einrichten, den Kollegen zeigen, wo genau im neuen Excel die Druckfunktion zu finden ist und ähnlich glorreiche Einsätze.

Einmal erzählte er sogar genervt davon, dass ein Kollege ihn wegen eines defekten Monitors gerufen hatte. Obwohl sein Sitznachbar ihn mehrfach darauf hingewiesen hatte, doch einfach mal die Kabel zu überprüfen. Und – oh Wunder – es lag am Stecker, der nicht richtig saß, weil der Kollege den Bildschirm ständig hin und her drehte, um der Sonne auszuweichen oder um den Sitznachbarn etwas besser zeigen zu können.

Wo ist der Sinn?

Statt die Matrix zu verwalten oder das Pentagon zu hacken, durfte Sven also bei Uwes schnurloser Maus Batterien tauschen und Gabis Telefonbuch löschen, nachdem sie das Unternehmen verlassen hatte.

Leider konnte er sich auch nicht damit beruhigen, dass das alles einem höheren Sinn oder guten Zweck dient. Denn die Produkte, die das Unternehmen herstellte, waren Halbfertigwaren für die weiterverarbeitende Industrie.

Das innere Feuer lässt sich von emotionalen Mission Statements wie „Traditionelles Gummigranulat mit gleichbleibender Qualität und zum fairen Preis“ kaum entfachen. Und Sven hat in etwa so sehr für diese Mission, das Unternehmen und seine tägliche Arbeit gebrannt wie ein nasser Karton.

Da kam es gerade richtig, dass Sven die Ausbildung aufgrund seiner überragenden Leistungen um ein halbes Jahr verkürzen konnte!

Natürlich bekam er auch ein Angebot von seinem Ausbildungsbetrieb, die ihn gern fest anstellen wollten. Schließlich war er gut in dem, was er tat, und alle Uwes der Firma wussten, dass sie sich bei leeren Batterien jederzeit auf Sven verlassen konnten.

Vom Regen in die Traufe

Aber er schlug aus. Verständlich. Und fing in einem anderen Unternehmen an.

Das Problem? Es war nicht ganz viel anders als vorher. Ja, klar, das Unternehmen produzierte kein Gummigranulat, aber auch hier waren die Aufgaben für einen Informatikkaufmann im Grunde dieselben.

Seitdem sind ein paar Jahre vergangen und Sven ist mit Mitte 30 gelangweilter Abteilungsleiter der EDV, wie es in seinem aktuellen Unternehmen noch so schön heißt. Mittlerweile lässt er Monitore anschließen und Kabel legen, statt es selbst zu tun, und beschäftigt sich mehr mit Bedarfsermittlung, Angeboten und so weiter.

Dabei wünscht er sich schon am Montag nichts sehnlicher als den Freitagnachmittag. Nach dem Jahresurlaub zählt er wehmütig die 340 Tage bis zum nächsten größeren Urlaub. Und wenn er ganz ehrlich ist, erwischt er sich auch hin und wieder dabei, die Jahre bis zum Renteneintritt zu überschlagen. Wobei er immer wieder feststellen muss, dass das noch arsch lange hin ist.

Der geheime Traum

Und dann ist da immer wieder dieser Traum – der Traum, mehr aus seinem Leben zu machen. Nochmal umzusatteln.

Ideen hätte er schon ein paar:
Da ist diese Idee, über den täglichen Irrsinn des Büroalltags ein Buch zu schreiben. Die Storys würden wahrscheinlich für eine Triologie reichen. Gut, das müsste sich schon extrem gut verkaufen, um allein davon leben zu können.

Vielleicht ein eigenes Café? Als waschechtem ITler fließt Sven der schwarze Zaubertrank schließlich nahezu unverdünnt durch die Adern.
Oder wenn nicht das Café, dann vielleicht ein Online Shop, der Kaffee und hochwertiges Zubehör anbietet?

Oder doch einfach nur auf diese eine Stelle als Programmierer bei diesem einen Unternehmen bewerben, das er schon seit Jahren feiert, für die er aber gar nicht alle geforderten Fähigkeiten besitzt?

Es fehlt die Zeit

Aber egal, was es auch ist, er scheitert immer an der Zeit.

Neben den 40 Stunden – plus hier und da mal ein paar Überstunden, aber die auch eher selten – fehlt es Sven einfach an der Zeit. Es gibt so viel zu tun!

Gerade hat er irre viel Zeit aufgewendet, um seiner Frau und sich (mehr sich – eigentlich nur sich) den Traum vom eigenen Heimkino zu verwirklichen: Dachboden dämmen, Kabel verlegen, Trockenbauplatten montieren, mit einem Kumpel verspachteln und streichen, Teppich verlegen, alte Kinosessel einbauen, LED-Schläuche verlegen, Boxen und Subwoofer montieren, Zier- und Fußleisten…

Keine Ahnung, wie viele zig Stunden das über wie viele Monate gekostet hat. Sven ist nämlich nicht der geübte Handwerker. An die Zeit, die in Recherche, engere Auswahl und Kaufentscheidungen geflossen sind, will ich gar nicht erst denken.

Und auch sonst hat Sven irgendwie immer was um die Ohren: Sei es ein Heimspiel der Lieblingsmannschaft, für das oft ein ganzer Tag am Wochenende draufgeht, FIFA und andere Leckerbissen auf der Playsi zocken und auch Netflix behält er ganz genau im Auge, damit er auch weiterhin bei jeder Serie auf dem Laufenden ist und nicht gespoilert werden kann.

Du siehst, Sven hat wirklich gaaar keeeine Chance, seine Ideen zu verfolgen. Oder doch?

Das Projekt seines Lebens

Ist es nicht vielleicht so, dass Sven seine Zeit einfach in falsche Projekte steckt? Falsch klingt hart, weil es wertend ist, aber es ist ja auch wertend gemeint!

Wenn Sven wirklich so unzufrieden in seinem Job ist und sich eine Veränderung wünscht, die über einen Unternehmenswechsel hinaus geht, aber nicht die notwendigen Fähigkeiten/das notwendige Wissen und offensichtlich auch keinen konkreten Plan hat, dann sollte er doch besser mal etwas Zeit in das für ihn wirklich wichtige Projekt investieren!

Statt weiterhin schon mit der Faust in der Tasche ins Büro zu gehen, sollte er sich Gedanken machen, ob seine Leidenschaft für Kaffee groß genug ist, um hier etwas aufbauen zu können.
Statt monatelang auf dem Dachboden rumzueiern könnte er doch besser Seminare zum Rösten und Zubereiten von ausgesuchten Kaffeebohnen besuchen.
Statt die Lebensdauer verschiedener Beamerlampen in aufwändigen Exceltabellen zu vergleichen, sollte er lieber einen Businessplan erstellen, um zu sehen, ob er von seiner Leidenschaft mittelfristig leben könnte oder Haus und Hof riskiert.
Statt in das neueste FIFA sollte er sich lieber in die Programmiersprachen reinfuchsen, die ihm für den anderen Job in dem Traumunternehmen fehlen.

Kurz: Sven sollte SICH SELBST zu seinem Projekt machen!

Bist auch Du ein bisschen Sven?

Und leider sind viele Leute, die ich kenne, ein bisschen wie Sven. Vielleicht erkennst Du Dich sogar selbst an der einen oder andern Stelle wieder?

Du verbringst mehr Zeit in einem Job, der Dich nicht erfüllt, mit Kollegen, die Du im schlimmsten Fall nicht magst, als mit Familie und Freunden. Und trotzdem ist alles andere spannender oder wichtiger, wenn Du zu Hause ankommst, als etwas an dieser Situation zu ändern?

Du musst ja nicht selbstständig werden. Vielleicht willst Du nur – sagen wir mal – aus der IT ins Controlling oder Projektmanagement, vielleicht sogar Personal wechseln. Dann darf es doch nicht daran scheitern, dass Dein Arbeitgeber Dir die nötige Fortbildung nicht zahlen will!

An anderer Stelle gibst Du sicher viel Geld aus und verschwendest Zeit, die ohne Effekt verpufft. Warum fließt das nicht in Dich?

Du bist Dein wichtiges Projekt!
Dein Leben sollte Dein Meisterwerk sein – nicht das Heimkino, das in spätestens 5 Jahren technisch überholt ist.

Ich mein, mach ruhig. Aber bitte erst, wenn Du den großen Schmerz, den der Job, die Fachrichtung, die Firma bringt, gelindert hast!

Das Gleiche gilt natürlich auf für Schmerzen in anderen Bereichen: eine kaputte Beziehung oder Einsamkeit, eine miserable Gesundheit oder fehlendes Selbstwertgefühl, zu wenig Zeit für Familie und Freunde oder für Dich selbst. Änder das!

Untersuche das Problem auf seine Potentialperlen, um selbstbestimmter leben zu können! Dann mach einen Plan (allein oder mit Unterstützung) und investiere die nötige Zeit, Energie und das nötige Geld, um nicht da stehenzubleiben, wo Du gerade bist.

Pack das Projekt an!

Weil ich bei “Projekt” immer wieder an einen bestimmten Baumarkt denken muss, passt an dieser Stelle auch dieser Spruch wie die Faust aufs Auge: „Du kannst es Dir vorstellen? Du kannst es auch bauen!“

In diesem Fall ist damit aber eben nicht das Doppelcarport, der Gartenteich mit Springbrunnen oder das Heimkino gemeint, sondern Dein Leben. Bau es Dir!

Wenn Du nicht weiter im Trüben fischen willst, dann schau Dir jetzt unseren kostenlosen Videokurs „Die 5 Geheimnisse der Selbstbestimmer“ an!

Also, mach Dich zu Deinem Projekt und sei Dein selbst.best.immer.

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