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Tank den richtigen Treibstoff

Um Dein Leben in vollen Zügen genießen und gestalten zu können, brauchst Du Energie – und in diesem Fall meine ich mal nicht das ehrgeizige Ziel, die flammende Motivation oder das positive Umfeld. Sondern für den Körper verwertbaren Treibstoff – die guten, alten Kalorien.

Wenn Du all das erreichen willst, was Du Dir vorstellst (gesundheitliche, menschliche, zeitliche und berufliche Selbstbestimmung), dann brauchst Du Energie, um handeln zu können. Ohne Treibstoff ist es nur eine Frage der Zeit, bis Du nichts von all dem erreichst, weil nichts mehr geht.

Aber wo ist das Problem? Schließlich enthalten doch praktisch alle Lebensmittel und Getränke Kalorien! Es ist also doch keine Schwierigkeit, an Treibstoff zu kommen.

Das stimmt. Energie gibt es genug. Anders als noch vor ein paar Generationen oder aber auch aktuell in anderen Teilen der Welt, leiden heute die wenigsten Menschen in Deutschland unter Hunger, Mangelversorgung und Untergewicht.

Überfluss führt zu Übergewicht

Ganz im Gegenteil: Mittlerweile sind 51% der Deutschen übergewichtig, 16% davon sogar stark – also adipös.

Und das ist ein echtes Problem für die Gesellschaft, die tendenziell immer höhere Ausgaben im Gesundheitswesen stemmen muss.
Für Familien, die oft zusehen müssen, wie geliebte Menschen sich vermeidbaren Risiken aussetzen und dadurch Lebensqualität einbüßen und schlimmstenfalls ihre Lebensdauer massiv verkürzen.
Und natürlich für die einzelnen Betroffenen, die durch vermeidbares Übergewicht das Risiko für Stoffwechselstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Schlaganfall und Krebs erhöhen.

Ja, Übergewicht ist zwar nicht der einzige Risikofaktor für solche Krankheiten, aber einer der größten.

Dabei kann Übergewicht verschiedene Ursachen haben;

  • Was für Essgewohnheiten gibt es in Deiner Familie?
  • Wird die Lebensmittelverfügbarkeit durch Einkommen oder die Erntesaison beeinflusst?
  • Was für Veranlagungen haben Mama und Papa Dir mit in die Wiege gelegt?
  • Hast Du Vorerkrankungen (z.B. an der Schilddrüse, die den Energiehaushalt reguliert) und musst deshalb Medikamente nehmen, die wiederum Nebenwirkungen haben können?
  • Wie gestresst bist Du? Ist der Stress nur akut oder chronisch?
  • Leidest Du an Schlafstörungen und damit an schlecht regulierten Stresshormonlevels?
  • etc.

Trotz all dieser Faktoren hat aber immer noch die Kalorienbilanz den größten Einfluss auf das Körpergewicht: Wenn mittelfristig mehr Energie durch die Futterluke reinkommt, als vom Körper benötigt wird, dann wird er die Energie in Form von Körperfett speichern. Für schlechte Zeiten. Und dadurch steigt natürlich auch das Gewicht auf der Waage.

Es ist schon eine Ironie des Schicksals, dass die Fettdepots, die der Körper für schlechte Zeiten wie Winter, Hungersnot und so weiter anlegt, letztendlich der Auslöser für wirklich schlechte Zeiten im Krankenhaus sein können.

Warum kriegen wir das nicht in den Griff?

Wenn es also vor allem darauf ankommt, nicht zu viel zu essen, warum eskaliert das Problem mit dem Übergewicht dann so?

Ich mein, ich weiß ja nicht, wie es Dir geht, aber meine Idee von einem selbstbestimmten Leben beinhaltet nach Möglichkeit weder Diabetes noch OPs am offenen Herzen. Auch nicht, dass ich nach zwei Etagen im Treppenhaus eine Pause brauche.

Nur leider sind solche negativen Konsequenzen für viele Leute zu weit weg, als dass jetzt auf etwas verzichten oder etwas ändern würden.
Es ist schließlich nicht absolut sicher, ob und wann man denn tatsächlich einen Herzinfarkt bekommt. Aber es ist ganz sicher, dass die Pizza mit extra Käse und Würstchen im Rand jetzt richtig geil wär.

Eine Kalorie ist eine Kalorie, egal, woher sie kommt

1g Fett hat etwa doppelt so viele Kalorien wie 1g Proteine oder Kohlenhydrate. Aber prinzipiell könntest Du Dich auch komplett von warmem Bratfett ernähren. Solang Du weniger Kalorien zu Dir nimmst als Du verbrennst, nimmst Du ab.

Dass das keine gute Idee ist und dass Dir sehr wahrscheinlich wichtige Nährstoffe fehlen würden, wenn Du komplett auf Bratfett umsattelst, da sind wir uns wohl hoffentlich noch einig, oder? Obwohl eine Kalorie also eine Kalorie ist, spielen die verschiedenen Nährstoffe mit ihren verschiedenen Aufgaben schon noch eine Rolle.

Während Fette für z.B. für die Hormonproduktion und Isolierung von Nervenzellen gebraucht werden, dienen Proteine unter anderem als Bausteine für Muskeln, Organe und Enzyme in der Immunabwehr. Kohlenhydrate sind der bevorzugte Brennstoff des Körpers, wenn es darum geht, den Körper – vor allem bei höheren Belastungen – mit Energie zu versorgen.

Du solltest also darauf achten, keinen der Makronährstoffe zugunsten einer Low Carb/Fat/Protein-Diät extrem zu vernachlässigen oder sogar ganz rauszuschmeißen.

Hauptsache alle Makros sind vertreten

Gut, neuer Versuch: Solang Du also mit den Kalorien im Rahmen bleibst und alle Makronährstoffe auf Deinem Teller vertreten sind, solltest Du jetzt aber wirklich keine Probleme haben!
Feuer frei für Cinni Minis mit Kakao, für Chips und Fanta! Und für den Proteinbedarf einen Döner mit extra Fleisch oder die Lasagne aus dem Kühlregal!

Nicht. So. Schnell.

Eine Studie hat in 2019 20 Studienteilnehmer in zwei Gruppen eingeteilt:
Die einen haben 2 Wochen lang hochgradig verarbeitete Lebensmittel vorgesetzt bekommen, die anderen möglichst frische, vollwertige, gering verarbeitete Lebensmittel.
Die angebotenen Portionen waren in beiden Fällen übergroß und glichen sich hinsichtlich der Gesamtkalorien, Makronährstoffe und auch der Ballaststoffe. Davon durften sie so viel oder wenig essen, wie sie wollten.
Nach 2 Wochen wurden die Gruppen getauscht.

Während Gruppe 1 beispielsweise eine riesige Portion Frühstückscerealien, einen Muffin mit Margarine und Milch bekam, bekam die andere Gruppe einen Berg griechischen Joghurt mit Öl und Salz, Müsli, Bananen, Äpfel und Erdbeeren.
Wie gesagt, beide Portionen enthielten die gleichen Kalorien, Makronährstoffe und Ballaststoffe.

Was waren letztendlich die Ergebnisse?

Die Qualität des Treibstoffs spielt doch eine Rolle

Während der hochverarbeiteten Diät aßen die Teilnehmer im Schnitt pro Tag 500kcal mehr! Die zusätzlichen Kalorien kamen dabei vor allem aus Kohlenhydraten und Fetten, nicht aber aus Proteinen.
Außerdem nahmen die Teilnehmer während der 14 Tage hochverarbeiteten Diät 0,9kg zu! Und diese Zunahme ließ sich vor allem durch den Kalorienüberschuss erklären.

Stark verarbeitete Lebensmittel werden so entwickelt, dass sie uns bestmöglich schmecken! Hier kommen Dinge zusammen, die es in der freien Natur selten bis gar nicht in dieser Kombination gibt: Kohlenhydrate (gern in Form von Zucker), Fette und Salze. Diese Kombination kitzelt das Belohnungszentrum und führt dazu, dass wir gern nochmal abbeißen, zugreifen, einen Nachschlag nehmen. Und unbemerkt mehr Kalorien reinspülen als gedacht.

Dass dabei oft auch noch zu wenige wichtige Vitamine, Mineralien, gesunde Fettsäuren oder sekundäre Pflanzenstoffe aufgenommen werden, macht die Sache sicher nicht besser.

Was heißt das für Dich?

Bedeutet das, dass Du ab sofort keine Fast Food, Süßigkeiten, Fertiggerichte oder industriell hergestellten Lebensmittel mehr essen darfst?

Natürlich nicht. Erstens bin ich nicht hier, um Dir Sachen zu verbieten, und zweitens wäre es scheinheilig, dann natürlich esse auch ich mal Pizza und greife mal zu einem Stück Schokolade.

Aber um gesundheitlich möglichst selbstbestimmt leben zu können, gilt es, ein gesundes Körpergewicht zu halten oder wieder anzustreben.
Und da hilft es extrem, Fast Food, Süßigkeiten, Fertiggerichte und industriell hergestellte Lebensmittel nur in Maßen zu essen.

Füll Deinen Kühlschrank mit Lebensmitteln, die möglichst frisch, unverarbeitet und vollwertig bei Dir ankommen.
Und natürlich mit denen, die Du verträgst. Egal, wie gesund Linsen, Tomaten oder Naturjoghurt auch sein mögen, wenn Du beispielsweise Probleme mit der Verdauung von Hülsenfrüchten, Nachtschattengewächsen oder Milchprodukten hast, solltest Du sie ausm Hals lassen.

Schließlich soll der richtige Treibstoff Deine körperliche und geistige Performance unterstützen – wie es sich für einen Selbstbestimmer gehört – und nicht zu einem aufgeblähten Bauch, Abgeschlagenheit und einem Rettungsring führen.

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Also, tank den richtigen Treibstoff und sei Dein selbst.best.immer.

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